Google vs. Microsoft

Tuesday, July 14th, 2009 @ 9:34 am | german, techtalk

Ich habe es ja immer noch nicht geschafft, meinen Urlaub mit ein paar Texten und Bildern zusammenzufassen. In den letzten Wochen war dafuer wieder ein bisschen Action in dem ewig waehrenden Geplaenkel zwischen Google und Microsoft.

Der kleine Krieg zwischen Microsoft und Google wird langsam ein wenig interessanter. Erst veroeffentlicht Google einen Browser, der wohl auf den Internet Explorer zielt. Aber niemand wirklich benutzt Chrome, und selbst dann denke ich auch, dass es eher Firefox Nutzer sind, die wechseln, da sie wohl etwas aufgeschlossener sind. Denn wer den Internet Explorer nutzt, der tut das entweder weil es die Grosseltern schon getan haben und er nichts anderes kennt oder wie ich aus Ueberzeugung, weil es nun mal ein Produkt meiner Firma ist. Und letztendlich haben Firefox Nutzer keinen Grund zu wechseln, da sie bereits mit dem besten Produkt arbeiten.

Dann hat Microsoft Bing veroeffentlicht. Inzwischen sind ein paar Wochen vergangen, und der Marktanteil von Bing waechst in Nordamerika langsam und ist inzwischen wohl zwischen acht bis zehn Prozent, ungefaehr auf dem Niveau von Yahoo. Man muss sehen ob die Entwicklung so weitergeht, aber wenn man es mit Livesearch vergleicht ist es schon ein kleiner Erfolg.

Mal abgesehen von den ganzen anderen Applikationen, die mehr oder minder auf Microsoft zielen (GMail, dieses online Office wo ich noch nicht mal den Namen kenne, Android [gut, das geht wohl mehr gegen Blackberry und Apple]) hat Google nun ein Betriebssystem angekuendigt. Aber ein Betriebssystem schreibt man nun mal nicht ueber Nacht. Und einfach eine Linux Version nehmen und den Hintergrund und Grafik beim starten aendern, ich weiss nicht ob das den Namen eines neuen Betriebssystems verdient.
Wenn man es oberflaechlich betrachtet, ist es kein schlechter Schritt. Der Browser (Chrome) wird das zentrale Programm im Chrome OS, mit dem man dann all die tollen online Anwendungen die Google bereitstellt nutzen kann. Ein Betriebssystem das mehr kann wird dann nicht mehr benoetigt.
Aber was wird aus all den Rechenintensiven Programmen wie Bildbearbeitung. Um diese online zu benutzen muessen ziemlich rechenstarke Server bereit stehen. Genauso fuer Videospiele, wobei dann selbst die Bandbreite im Netzwerk zum Problem wird.
Ein ganz anderes Problem ist die Datensicherheit. Grosse Firmen wollen ihre geheimen Forschungsprojekte bestimmt nicht online auf irgendeinem Server speichern, und wenn dann bestimmt zuletzt Google dazu benutzen, um sie zu bearbeiten.

Auch wenn ich denke, dass die Entwicklung hin zum Cloud Computing, wo alle Daten und Rechnungen auf dem Server gemacht werden, geht. In den naechsten fuenf bis zehn Jahren wird da nicht zuviel passieren und Microsoft brauch sich keine zu grossen Sorgen machen. Und danach denke ich, dass Microsoft mit Windows Azure schon ein recht gutes (und bereits funktionierendes) Konzept zur Verfuegung hat.

Abschliessend, um es mit den Worten von Steve Jobs zu sagen: Ich kenne Niemanden, der sagt, er konnte bisher nicht ins Internet gehen, da sein Browser oder sein Betriebssystem zu langsam waren, und daher immer noch auf bessere Alternativen wartet. Ausserdem denke ich, dass mit Windows, OsX und den ganzen Linux Distributionen genuegend Betriebssysteme bereit stehen. Und wer sagt, dass das Chrome OS genau das kann wofuer er einen Computer braucht, der braucht ueberhaupt keinen Computer und sollte sich lieber ein IPhone oder irgend ein anderes Smart Phone kaufen.

Zuguterletzt, Office 2010 kann im Moment getestet werden und kommt naechstes Jahr auch als Online Version heraus, dass es dann aber besonders gut auf Chrome (OS) laeuft wage ich stark zu bezweifeln. Ich jedenfalls freue mich schon auf die Chrome Box, die neue Google Spielekonsole…

 

 

2 Responses to “Google vs. Microsoft”

  1. Kringel Says:

    Ich habe hier einen ziemlich interessanten Artikel ueber Google gefunden und gelesen. Sollte man sich mal anschauen…

  2. Kringel Says:

    Vielleicht haette ich doch einen neuen Eintrag schreiben sollen, aber das hier ist freaking hilarious

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